Die Turing-Test-Falle

Die Turing-Test-Falle

„Mit dem später sogenannten Turing-Test formulierte AlanTuring im Jahr 1950 eine Idee, wie man feststellen könnte, ob ein Computer, also eine Maschine, ein dem Menschen gleichwertiges Denkvermögen hätte“ (Wikipedia).

Diese Aussage suggeriert, dass es in naher oder ferner Zukunft hoch entwickelte Computer geben könnte, die durchaus in der Lage wären, wie der Mensch zu denken. Und nicht wenige Computer-Fans sind fest davon überzeugt, dass der Menschen früher oder später sogar das Nachsehen haben wird.

Das ist natürlich alles Nonsens. In Wirklichkeit hat ein Computer kein „Denkvermögen“. Im Computer wechseln sich lediglich zwei Zustände ab: Strom fließt oder Strom fließt nicht. Damit erschöpft sich seine gesamte „Intelligenz“. Durch eine intelligente Kombination dieser zwei Zustände 0 und 1 ergibt sich ein komplexes Programm, das die Maschine einfach nur abarbeitet. Die Prozessoren, der Arbeitsspeicher und die Festplatten sind dabei dumm wie Stroh. Von einem intelligenten Computer zu sprechen, entspringt entweder der Unkenntnis oder ist ein Betrugsversuch.

„Intelligent“ kann, wie schon gesagt, nur das Programm sein. Aber auch ein Programm kann natürlich nicht denken. Es ist selbst Ergebnis des Denkens.

 

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