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Partnerschaftsprobleme und Meditation

Eine Partnerschaft ist mehr als die Summe zweier Teile, sie geht als Ganzes weit darüber hinaus. Darin liegt ihr Vorteil und ihre Attraktivität. In der Partnerschaft verstärken sich nicht nur gleiche oder ähnliche Eigenschaften. Es ergänzen sich auch unterschiedliche Fähigkeiten und Bedürfnisse. Sie vereinigen sich zu einem größeren Ganzen. Das Selbst übernimmt die Rolle des Fürsprechers und sorgt für den Zusammenhalt. Die Egos wollen sich damit nicht abfinden und opponieren. Partnerkonflikte sind das Ergebnis dieses inneren Kampfes: Die Egos auf der einen Seite, das Selbst auf der anderen. Einmal ist die Partnerschaft das Schlimmste, dann wieder das Beste, was einem jemals passiert ist.

Wie kann man sich nun aus diesem Teufelskreis befreien? Von dem Spannungsfeld zwischen persönlicher Freiheit und Selbstbestimmung auf der einen Seite und dem Wunsch nach Gemeinsamkeit und Geborgenheit auf der anderen lebt jede Partnerschaft. Wir wollen ja lieben und geliebt werden, aber eben auch frei sei. Auf keines von beiden möchten wir verzichten. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als die Partnerschaft als Ganzes zu akzeptieren.

Meditation eignet sich sehr gut, um eine Partnerschaft zu stabilisieren. Meditative Übungen zielen ja auf eine Verminderung der Ich-Dominanz ab. Sie schwächen das partnerschaftskritische Ego und stärken das Harmonie suchende Selbst. Durch die Aufweichung der Ich-Grenze wird zusätzlich der Graben zwischen dem Ich und dem Du schmaler. In dem Maße, wie der Gegensatz zwischen dir und mir verschwimmt, öffnet sich auch der Blick für das scheinbar Andersartige im Partner und lässt es allmählich als eigenes Spiegelbild erahnen.

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